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Foto: 2. Juli 1989 – LH Alois Partl überreicht Bgm. Walter Amor die Markterhebungs-UrkundeZell am Ziller stellt mit einer Größe von 243 Hektar die flächenmäßig zweitkleinste Gemeinde Tirols dar. 
Bevölkerungsmäßig zählt Zell am Ziller mit nahezu zweitausend Einwohnern bereits zu den größeren Gemeinden des Zillertales.   Ein Blick in die Geschichtsbücher läßt feststellen, daß in karolingischer Zeit - im Jahre 739 n. Chr. - eine bedeutsame, teilweise bis in unsere Zeit gültige Grenzfestlegung erfolgte. Damals, als die Grenzziehung zwischen Salzburg und Tirol vorgenommen worden ist, wurde der Zillerfluß als Diözesangrenze zwischen dem Erzbistum Salzburg und dem Bistum Brixen-Säben fixiert. Der Urbestand des heutigen Ortes Zell war zu jener Zeit bereits vorhanden und für diese Grenzziehung von Bedeutung. Von einer Mönchszelle - der Name Zell wird aus „Celle“ abgeleitet - erfolgte die Christianisierung der gesamten Gegend. Im Jahre 1188 schenkte, wie in einer alten Urkunde nachzulesen ist, Erzbischof Adalbert von Salzburg dem Johannesspital, dem heutigen Stiftungsaltersheim, die Zehente in der Zeller Pfarre. Vor etwas mehr als achthundert Jahren erfolgte damit die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Zell am Ziller. Zu wirtschaftlicher Hochblüte gelangte der Ort ab der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als im Großraum Zell der einzige Goldbergbau Tirols betrieben wurde. Im Jahre 1989 wurde Zell am Ziller eine besondere Auszeichnung zuteil, als die Tiroler Landesregierung dem Ort mittels Beschluß das Recht zusprach, ab 1. Juli die Bezeichnung „Marktgemeinde“ zu führen. Die Erhebung zur Marktgemeinde dokumentiert und bestätigt, daß das zentral gelegene Zell für das Zillertal eine entsprechende Bedeutung hat. Foto: 2. Juli 1989 – LH Alois Partl überreicht Bgm. Walter Amor die Markterhebungs-Urkunde.

Heute zählt der Ort Zell am Ziller - trotz seiner flächenmäßigen Bescheidenheit - zu den bedeutendsten Gemeinden des Zillertales. Viele für das gesamte Zillertal wichtige Ämter und Behörden haben hier ihren Sitz. So ist Zell unter anderem Sitz des Dekanates, des Bezirksgerichtes, zweier Notariate und der Bezirksforstinspektion. Auch als Verwaltungs- und Bildungszentrum mit sieben verschiedenen Schultypen hat sich der Ort einen Namen gemacht. Die zentrale und verkehrsgünstige Lage machte Zell zum „Herzen des Zillertales“ und damit zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum, in welchem der Fremdenverkehr eine bedeutende Rolle spielt. Aber auch das Gewerbe sowie das mittelständische Unternehmertum ist in Zell am Ziller stark ausgebildet. Über 160 Betriebe und nahezu ebensoviele Privatzimmervermieter setzen gemeinsam kräftige Akzente im Bereich der Wirtschaft und sichern damit viele Arbeitsplätze. Beispielhaft sei die älteste Tiroler Privatbrauerei, die um 1500 gegründet wurde, angeführt. Untrennbar verbunden mit dem „Zeller Bräu“ ist auch das alljährlich am ersten Wochenende im Mai stattfindende „Gauderfest“, einem in Tirol einzigartigen Frühlingsfest, welches Jahr für Jahr unzählige Besucher nach Zell lockt. Foto: Jeweils am ersten Mai-Wochenende herrscht Gambrinus in Zell.

Dem Wintersportler bieten sich attraktive Sportanlagen und moderne Aufstiegshilfen, welche in das Gebiet der „Zillertal Arena“ - zu den zehn größten zusammenhängenden Skigebieten Österreichs zählend - führen, an. Idyllisch angelegte Wanderwege verleiten zu erholsamen Ausflügen in die gepflegte Natur in der Umgebung des Ortes. Ein großzügiger Freizeitpark bietet ganzjährig Sportbegeisterten und Erholungsbedürftigen ein umfangreiches Betätigungsfeld. Dem Kulturinteressierten steht auch ein Heimat- und Goldbergbaumuseum zur Verfügung.

Pfarr- und Dekanatskirche zum Hl. Vitus mit Totenkapelle und Friedhof: 

Hiebei handelt es sich um einen barocken Zentralbau - in den Jahren 1772 bis 1778 errichtet - mit querrechteckiger Vorhalle, achteckigem Hauptraum mit Rundkuppel und halbkreisförmiger Apsis nach einem Plan von Wolfgang Hagenauer, von Andre Huber erbaut.

Der gotische Turm stammt noch von der alten 1511 vollendeten Kirche, die nach einem Hochwasser abgetragen werden mußte. In der Kuppel findet sich das eindrucksvolle Freskenhauptwerk des Malers Franz Anton Zeiller aus den Jahren 1775/79.

Der die Kirche umgebende, ummauerte Friedhof ist nahezu ausschließlich mit schmiedeeisernen Grabkreuzen ausgestattet, in den Mauernischen finden sich plastische Kreuzgruppen und in der südlichen Mauer spätgotische und barocke Grabsteine.

Bei der Totenkapelle handelt es sich um ein 1684 erstelltes Bauwerk mit einem leicht geschmiegtem Satteldach über breiter Hohlkehle. In der westlichen Giebelnische befindet sich eine geschnitzte Magdalenenfigur. Im Inneren der Kapelle findet sich ein frühbarockes Säulenaltärchen.

Im Friedhof befindet sich auch ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen beider Weltkriege.

Bezirksgericht und Kaiserdenkmal: 

Nach der zu Beginn der neunziger Jahre abgeschlossenen Generalsanierung des Zeller Bezirksgerichtes erstrahlt dieser barocke Bau aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert in neuem Glanz. Der viergeschossige Baukörper wird auf der Ostseite durch ein Rundbogenportal erschlossen und ist über verkröpfter Hohlkehle mittels Walmdach abgedeckt. Im Gerichtsgarten findet sich eine Pyramide mit Kugeln aus schwarzem und weißem Marmor, welche an den Anschluß des Zillertales an Tirol im Jahre 1816 und an den Besuch von Kaiser Franz I. im Jahre 1817 erinnert.

Spital mit Kapelle: 

Erstmals urkundlich erwähnt wird das St. Johannes Spital im Jahre 1188 und stellt heute ein historisierendes, des öfteren umgebautes Bauwerk mit einem Krüppelwalmdach dar. Im Gebäude findet sich über rechteckigem Grundriß, durch zwei Geschoße gehend, eine im Jahre 1853 im neugotischen Stil erbaute Kapelle. Der dreiteilige, von Kaiser Franz Josef gestiftete Altar weist Plastiken der Muttergottes, des Hl. Franz sowie des Hl. Josef auf. Über 80 alte und pflegebedürftige Personen aus 17 Zillertaler Gemeinden finden heute im neuzeitlich ausgestatteten Altenwohn- und Pflegeheim Unterkunft und Betreuung.

Altes Schulhaus: 

Ursprünglich als Amtsgebäude des Pflegers verwendet, dient das Objekt heute als Bildungsstätte, in welcher Volks- und Sonderschule untergebracht sind. Das gotische Mittelflurhaus weist eine bemerkenswerte Südfassade mit barocken Erkern auf. Darüber hinaus sind noch gotische Fensterlaibungen erhalten. Das Gebäude wird über ein rundbogiges Portal, welches in eine gewölbte Vorhalle führt, erschlossen.

Knappensäule: 

An den ehemaligen Zeller Goldbergbau erinnert dieses mit einer polychromen Immaculata versehene Monument aus dem Jahre 1832.

 
 

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